Inhalt:
  1. Bischofswerda.de
  2. Kultur, Freizeit und Tourismus
  3. Carl-Lohse-Galerie

Carl-Lohse-Galerie

Aktuelle Information

Die Carl-Lohse-Galerie muss ab Montag, 26. April 2021, leider wieder geschlossen bleiben.

Jubiläumsjahr 2020

Das Jubiläumsjahr wurde und wird gefördert durch den Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien.
Zum 125. Mal jährte sich 2020 der Geburtstag Carl Lohses, zum 55. Mal sein Todestag. Dies war Grund genug für die Carl-Lohse-Galerie Bischofswerda ihren namensgebenden Künstler auf besondere Weise zu ehren. So waren vom 4. September bis 1. November gleich zwei Ausstellungen des Künstlers in der Galerie zu sehen. Gezeigt wurden zum Einen Werke zum Thema Industriekultur und zum Anderen bisher unveröffentlichte Werke aus dem Privatbesitz der Enkel. Im Anschluss daran sollten die frisch restaurierten Werke des Künstlers unter dem Titel "Lohse. Restauriert." gezeigt werden. Dies musste jedoch aufgrund der Verordnungen zur Eindammung der Corona-Pandemie verschoben werden. 

Neue Dauerausstellung 2021: "Lohse. Restauriert."

In den Räumen der Dauerausstellung von Carl Lohse zeigt die Stadt Bischofswerda ab 13. April 2021 die Ausstellung „Lohse. Restauriert.“. Zu sehen sind Werke, die in 2020 durch die Förderung des Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien restauriert worden.

„Drinnen und Draußen – Innen und Außen“ Bernd Warnatzsch

Neue Wechselausstellung vom 13. April bis 30. Mai 2021

In den Räumen der Wechselausstellung stellt der Bischofswerdaer Künstler Bernd Warnatzsch unter dem Titel „Drinnen und Draußen – Innen und Außen“ aus. Der ehemalige Bischofswerdaer Kunsterzieher, der im vergangenen Jahr seinen 80. Geburtstag feierte, zeigt eine Auswahl seiner künstlerischen Tätigkeit aus den letzten Jahrzehnten.

Links zu sehen:
"Mit jedem Schritt trittst du das All..."
– nur ein Werk von vielen, welches in Der Carl-Lohse-Galerie zu sehen sein wird.

Wer war Carl Lohse?

Der gebürtige Hamburger Carl Lohse (1895-1965) kam nach dem Ende des Ersten Weltkrieges auf die Einladung des Armaturenfabrikanten Karl Hebenstreit erstmals nach Bischofswerda. Im Hause des Kolonialwarengroßhändlers Alfred Scheumann, dessen Tochter Johanna Lohse 1925 auch heiratete, fand der junge Maler ideale Arbeitsbedingungen. Im Kreise der Dresdner Künstlerfreunde, darunter Erich Ponto, Ludwig Renn, Hildebrand Gurlitt, Erna Lincke und Hans Christoph, die im Scheumannschen Haus ein- und ausgingen, fühlte er sich respektiert und in seinem expressionistischen Schaffen bestärkt. In der Folge entstand sein starkfarbiges Frühwerk, das heute zu den bedeutendsten Schöpfungen des deutschen Expressionismus nach dem Ersten Weltkrieg zählt. Ausstellungen in den Dresdner Galerien Arnold (1920) und Richter (1921) wurden von der Kritikern gelobt, sie brachten jedoch nicht die erhofften Verkaufserfolge, was Lohse zwang für einige Jahre nach Hamburg zurückzukehren. 1929 zog er mit seiner Frau endgültig nach Bischofswerda; in das Haus seines Schwiegervaters, in dessen Kolonialwarengroßhandel Lohse auch mitarbeitete. Aber das Malen bestimmte weiter seine Freizeit. Die zweite Schaffensperiode, die bis 1939 anhielt, ist durch einen realistischeren Gebrauch der Farben gekennzeichnet. Das Spätwerk schließlich besticht durch bedeutende Porträts und Landschaften. Zu Lebzeiten blieb Carl Lohse nur wenig künstlerische Anerkennung vergönnt, vor allem von den vorherrschenden Regimen – zunächst dem faschistischen, später dem der DDR - wurde er diffamiert und angefeindet. Aber der „kompromissunfähige“ Lohse ging seinen künstlerischen Weg unbeirrt weiter. 1965 verstarb er in Bischofswerda, wo er auch beigesetzt ist. Fünfundzwanzig Jahre später – 1990 – gründete sich in der Stadt die „Interessengemeinschaft Carl Lohse“, mit deren Hilfe gegenüber dem ehemaligen Wohnhaus und Atelier des Malers – dem heutigen sog. Bischofssitz – 1993 eine Galerie ihm zu Ehren eingerichtet werden konnte. Ein Großteil seines Nachlasses ging als Schenkung in den Besitz der Stadt über. Eine Auswahl dieser Arbeiten ist in der ständigen Ausstellung zu sehen.