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  3. Carl-Lohse-Galerie

Carl-Lohse-Galerie

Aktuelle Information

Die Carl-Lohse-Galerie hat wieder geöffnet – ohne Test, ohne Termin. Es werden lediglich die Kontaktdaten erfasst.

Rundgang Carl-Lohse-Galerie

Jubiläumsjahr 2020

Das Jubiläumsjahr wurde und wird gefördert durch den Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien.
Zum 125. Mal jährte sich 2020 der Geburtstag Carl Lohses, zum 55. Mal sein Todestag. Dies war Grund genug für die Carl-Lohse-Galerie Bischofswerda ihren namensgebenden Künstler auf besondere Weise zu ehren. So waren vom 4. September bis 1. November gleich zwei Ausstellungen des Künstlers in der Galerie zu sehen. Gezeigt wurden zum Einen Werke zum Thema Industriekultur und zum Anderen bisher unveröffentlichte Werke aus dem Privatbesitz der Enkel. Im Anschluss daran sollten die frisch restaurierten Werke des Künstlers unter dem Titel "Lohse. Restauriert." gezeigt werden. Dies musste jedoch aufgrund der Verordnungen zur Eindammung der Corona-Pandemie verschoben werden. 

„Gelebte Zeit“ – Jens Hackel, Kurator: Falk Nützsche

Neue Wechselausstellung 1. Juli bis 1. August 2021

In den Räumen der Wechselausstellung startet zum Gedenken der zehnjährigen Wiederkehr des Todes von Jens Hackel eine neue Ausstellung. Am Donnerstag, dem 1. Juli 2021, 19 Uhr, wird die Ausstellung unter dem Titel „Gelebte Zeit“ eröffnet. Die Schau mit Werken des Bischofswerdaer Malers und Grafikers wird von seinem engen Freund, dem Maler Falk Nützsche, kuratiert. Beide Künstler hatten mit Rolf Werstler und dem ebenfalls bereits verstorbenen Thomas Franz 1993 die Künstlervereinigung „Freie Gruppe Oberlausitz“ gegründet. Fast 400 Arbeiten aus dem Nachlass Jens Hackels gingen als Schenkung an die Stadt Bischofswerda.

Pünktlich vorm Ausstellungsbeginn wurde vom engsten Freundeskreis eine Homepage „dem Freund, Maler und Grafiker gewidmet“. Unter www.jenshackel.de sind ab sofort unter anderem die Biografie des Künstlers, eine Auswahl von Werken und private Aufnahmen aus dem Leben des mit gerade einmal 45 Jahren Verstorbenen zu finden.

Bild: Selbstpoträt, Holzschnitt

Veranstaltungstipp: Buchlesung von und mit Ute Leukert
Am Sonntag, 18. Juli 2021, um 15 Uhr liest Ute leukert aus ihrem Lyrikband "Späte Herzwege".

Aufgrund dessen bleibt die wechselausstellung zwischen 15 und 16 Uhr für den Besucherverkehr geschlossen.

"Farben des Augenblicks" – Regina Schmidt

Neue Wechselausstellung: 5. August bis 12. September 2021

Regina Schmidt aus Lawalde zeigt ab 5. August unter dem Titel "Farben des Augenblicks " Werke in unterschiedlichen Maltechniken. Farben sind Begleiter im Alltag und wirken ständig auf Psyche und Körper. Die Künstlerin, die auch Mitglied im Oberlausitzer Kunstverein ist, lässt sich von den Farben des Gegenwärtigen inspirieren und macht in der Malerei ihr eigenes Empfinden sichtbar. Ihre freien Kompositionen sind facettenreich und geben dem Betrachter die Möglichkeit der eigenen Interpretation. Regina Schmidt hat 2004 mit der Malerei begonnen und sich in Studienkursen an verschiedenen Kunstakademien weiterentwickelt. Seit 2008 gibt es regelmäßig Einzel- und Gruppenausstellungen sowie Beteiligungen an regionalen Kunstaktionen.

Statt zu einer Vernissage lädt Regina Schmidt am 15. und 29. August jeweils von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr zu einem erlebnisreichen Kunstnachmittag mit Live-Musik von Michael Krauße ein. Die Kunstschaffende führt durch die Ausstellung und präsentiert wird außerdem die eigene Schmuckkollektion.

Neue Dauerausstellung 2021: "Lohse. Restauriert."

In den Räumen der Dauerausstellung von Carl Lohse zeigt die Stadt Bischofswerda ab 13. April 2021 die Ausstellung „Lohse. Restauriert.“. Zu sehen sind Werke, die in 2020 durch die Förderung des Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien restauriert worden.

Wer war Carl Lohse?

Der gebürtige Hamburger Carl Lohse (1895-1965) kam nach dem Ende des Ersten Weltkrieges auf die Einladung des Armaturenfabrikanten Karl Hebenstreit erstmals nach Bischofswerda. Im Hause des Kolonialwarengroßhändlers Alfred Scheumann, dessen Tochter Johanna Lohse 1925 auch heiratete, fand der junge Maler ideale Arbeitsbedingungen. Im Kreise der Dresdner Künstlerfreunde, darunter Erich Ponto, Ludwig Renn, Hildebrand Gurlitt, Erna Lincke und Hans Christoph, die im Scheumannschen Haus ein- und ausgingen, fühlte er sich respektiert und in seinem expressionistischen Schaffen bestärkt. In der Folge entstand sein starkfarbiges Frühwerk, das heute zu den bedeutendsten Schöpfungen des deutschen Expressionismus nach dem Ersten Weltkrieg zählt. Ausstellungen in den Dresdner Galerien Arnold (1920) und Richter (1921) wurden von der Kritikern gelobt, sie brachten jedoch nicht die erhofften Verkaufserfolge, was Lohse zwang für einige Jahre nach Hamburg zurückzukehren. 1929 zog er mit seiner Frau endgültig nach Bischofswerda; in das Haus seines Schwiegervaters, in dessen Kolonialwarengroßhandel Lohse auch mitarbeitete. Aber das Malen bestimmte weiter seine Freizeit. Die zweite Schaffensperiode, die bis 1939 anhielt, ist durch einen realistischeren Gebrauch der Farben gekennzeichnet. Das Spätwerk schließlich besticht durch bedeutende Porträts und Landschaften. Zu Lebzeiten blieb Carl Lohse nur wenig künstlerische Anerkennung vergönnt, vor allem von den vorherrschenden Regimen – zunächst dem faschistischen, später dem der DDR - wurde er diffamiert und angefeindet. Aber der „kompromissunfähige“ Lohse ging seinen künstlerischen Weg unbeirrt weiter. 1965 verstarb er in Bischofswerda, wo er auch beigesetzt ist. Fünfundzwanzig Jahre später – 1990 – gründete sich in der Stadt die „Interessengemeinschaft Carl Lohse“, mit deren Hilfe gegenüber dem ehemaligen Wohnhaus und Atelier des Malers – dem heutigen sog. Bischofssitz – 1993 eine Galerie ihm zu Ehren eingerichtet werden konnte. Ein Großteil seines Nachlasses ging als Schenkung in den Besitz der Stadt über. Eine Auswahl dieser Arbeiten ist in der ständigen Ausstellung zu sehen.