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Carl-Lohse-Galerie

Ab dem 5. August 2019 ist der Zugang zum Bischofssitz über die Dresdener Straße aufgrund von Umbauarbeiten im Eingangsbereich gesperrt. Bitte benutzen Sie zum Erreichen der Bibliothek, sowie der Galerie, den barrierefreien Eingang Am Hof/Herrmannstr.

Wer war Carl Lohse?

Der gebürtige Hamburger Carl Lohse (1895-1965) kam nach dem Ende des Ersten Weltkrieges auf die Einladung des Armaturenfabrikanten Karl Hebenstreit erstmals nach Bischofswerda. Im Hause des Kolonialwarengroßhändlers Alfred Scheumann, dessen Tochter Johanna Lohse 1925 auch heiratete, fand der junge Maler ideale Arbeitsbedingungen. Im Kreise der Dresdner Künstlerfreunde, darunter Erich Ponto, Ludwig Renn, Hildebrand Gurlitt, Erna Lincke und Hans Christoph, die im Scheumannschen Haus ein- und ausgingen, fühlte er sich respektiert und in seinem expressionistischen Schaffen bestärkt. In der Folge entstand sein starkfarbiges Frühwerk, das heute zu den bedeutendsten Schöpfungen des deutschen Expressionismus nach dem Ersten Weltkrieg zählt. Ausstellungen in den Dresdner Galerien Arnold (1920) und Richter (1921) wurden von der Kritikern gelobt, sie brachten jedoch nicht die erhofften Verkaufserfolge, was Lohse zwang für einige Jahre nach Hamburg zurückzukehren. 1929 zog er mit seiner Frau endgültig nach Bischofswerda; in das Haus seines Schwiegervaters, in dessen Kolonialwarengroßhandel Lohse auch mitarbeitete. Aber das Malen bestimmte weiter seine Freizeit. Die zweite Schaffensperiode, die bis 1939 anhielt, ist durch einen realistischeren Gebrauch der Farben gekennzeichnet. Das Spätwerk schließlich besticht durch bedeutende Porträts und Landschaften. Zu Lebzeiten blieb Carl Lohse nur wenig künstlerische Anerkennung vergönnt, vor allem von den vorherrschenden Regimen – zunächst dem faschistischen, später dem der DDR - wurde er diffamiert und angefeindet. Aber der „kompromissunfähige“ Lohse ging seinen künstlerischen Weg unbeirrt weiter. 1965 verstarb er in Bischofswerda, wo er auch beigesetzt ist. Fünfundzwanzig Jahre später – 1990 – gründete sich in der Stadt die „Interessengemeinschaft Carl Lohse“, mit deren Hilfe gegenüber dem ehemaligen Wohnhaus und Atelier des Malers – dem heutigen sog. Bischofssitz – 1993 eine Galerie ihm zu Ehren eingerichtet werden konnte. Ein Großteil seines Nachlasses ging als Schenkung in den Besitz der Stadt über. Eine Auswahl dieser Arbeiten ist in der ständigen Ausstellung zu sehen.

Sonderausstellung: "Landschaft & StillLeben" von Irene Morgenstern

Zeitraum: 23. August - 13. Oktober 2019 

Die gebürtige Münchnerin und freischaffende Malerin absolvierte ein Pädagogikstudium bevor die Aufnahme an der Hochschule für bildende Künste in München folgte. Nach Ihrem Abschluss folgten Tätigkeiten als Kunsterzieherin in Kempten, Haßfurt, Aschaffenburg und München. Seit 1993 lebt Irene Morgenstern mit ihrem Mann in Ohorn/ Oberlausitz. Die Landschaftszüge der Oberlausitz finden sich in Ihren Arbeiten ebenso wieder, wie die Eindrücke von Reisen und Objekte des alltäglichen Lebens, welche die Malerin in Stillleben festhält.

"Im scheinbar Alltäglichen das Besondere zu entdecken und mit Bleistift und Pinsel festzuhalten, ist mir schon seit jeher ein Bedürfnis. So ist das Skizzenbuch immer griffbereit. Ob zu Hause, in der Stadt, beim Spaziergang im Dorf oder Park."

Techniken: Öl, Aquarell, Kohle

 Layout: ©IreneMorgenstern