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Carl-Lohse-Galerie

Aktuelle Information

Die Carl-Lohse-Galerie bleibt am Sonntag, 3. Juni 2022, geschlossen.

Bitte beachten Sie auch die neuen Öffnungszeiten der Galerie:
Dienstag: 13-18 Uhr | Donnerstag 13-18 Uhr Freitag 10-14 Uhr
Sonntag 14-17 Uhr

Dauerausstellung: "Lohse. Restauriert."

In den Räumen der Dauerausstellung von Carl Lohse zeigt die Stadt Bischofswerda seit April 2021 die Ausstellung „Lohse. Restauriert.“. Zu sehen sind Werke, die in 2020 durch die Förderung des Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien restauriert worden.

Rundgang Carl-Lohse-Galerie

"Helmut Schwager – Zum Gedenken"

Neue Wechselausstellung: 5. Mai bis 26. Juni 2022

Seit 1988 lebte der Bildhauer Helmut Schwager mit seiner Ehefrau Gabriele in Rammenau. Der gebürtige Breslauer hätte am 12. März 2022 seinen 100. Geburtstag gefeiert – verstarb aber am 28. Oktober des vergangenen Jahres. „Hellmuth Schwager – Zum Gedenken“ lautet deshalb der Titel einer Ausstellung mit Plastiken, Graphiken und Drucken, die vom Donnerstag, dem 5. Mai 2022, bis Sonntag, dem 26. Juni 2022, in der Carl-Lohse-Galerie, Dresdener Straße 1 in Bischofswerda, zu sehen ist. Gewürdigt – und kuratiert von seiner Ehefrau – wird das Schaffen des Bildhauers mit einer Werksschau über eine Zeitspanne von fünf Jahrzehnten. Die Ausstellung umfasst seine Kleinplastik und das graphische Werk. Im besonderen Umfang wird das Spätwerk seiner Risszeichnungen ausgestellt. Seine Ausbildung erhielt Helmut Schwager an der Hochschule für Baukunst und bildende Künste in Weimar sowie an der Hochschule für bildende Künste bei Walter Arnold in Dresden, dessen Assistent er später wurde. Der Künstler lehrte später selbst ab 1967 als Dozent für Plastik an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Ehefrau Gabriele ist unter anderem als ehemalige Kindergärtnerin im Bischofswerdaer Kinderhaus „Sonnenschein“ sowie als Puppengestalterin mit Werkstatt in Rammenau bekannt.

Die Vernissage findet am Donnerstag, den 5. Mai, um 19 Uhr statt.

Michael Voigt: Kunst mit Knöpfen

Neue Wechselausstellung: 30. Juni bis 21. August 2022

„Kunst mit Knöpfen“ heißt die neue Wechselausstellung von Michael Voigt in der Carl-Lohse-Galerie, Dresdener Straße 1 in Bischofswerda, die vom 30. Juni 2022 bis 21. August 2022 zu sehen sein wird.

Der 1945 in Neusalza-Spremberg geborene Michael Voigt zeigt Kunstwerke, die er ausschließlich mithilfe von Knöpfen gestaltet. Die Ergebnisse sind einzigartig und frappierend. Durch seine Sammelleidenschaft für historische Knöpfe stieß er immer wieder auf Trödelmärkten auf Knöpfe, die gleich kiloweise angeboten wurden. Das brachte ihn vor rund zehn Jahren auf die Idee, dies zum Ausgangsmaterial seiner Kunstwerke zu machen. Mit seinen Bildern, aber auch plastischen Torsi und drapierten Puppenköpfen hat Michael Voigt inzwischen zahlreiche Ausstellungen gestaltet, zuletzt in der Bautzener Stadtbibliothek und im Barockschloss Neschwitz. Doch keine Ausstellung gleicht der anderen, denn der Künstler, der inzwischen Ehrenbürger der Stadt Neusalza-Spremberg ist, macht immer weiter und kreiert ständig neue Kunstwerke.

Die Vernissage findet am Donnerstag, den 30. Mai 2022, um 19 Uhr statt.

Wer war Carl Lohse?

Der gebürtige Hamburger Carl Lohse (1895-1965) kam nach dem Ende des Ersten Weltkrieges auf die Einladung des Armaturenfabrikanten Karl Hebenstreit erstmals nach Bischofswerda. Im Hause des Kolonialwarengroßhändlers Alfred Scheumann, dessen Tochter Johanna Lohse 1925 auch heiratete, fand der junge Maler ideale Arbeitsbedingungen. Im Kreise der Dresdner Künstlerfreunde, darunter Erich Ponto, Ludwig Renn, Hildebrand Gurlitt, Erna Lincke und Hans Christoph, die im Scheumannschen Haus ein- und ausgingen, fühlte er sich respektiert und in seinem expressionistischen Schaffen bestärkt. In der Folge entstand sein starkfarbiges Frühwerk, das heute zu den bedeutendsten Schöpfungen des deutschen Expressionismus nach dem Ersten Weltkrieg zählt. Ausstellungen in den Dresdner Galerien Arnold (1920) und Richter (1921) wurden von der Kritikern gelobt, sie brachten jedoch nicht die erhofften Verkaufserfolge, was Lohse zwang für einige Jahre nach Hamburg zurückzukehren. 1929 zog er mit seiner Frau endgültig nach Bischofswerda; in das Haus seines Schwiegervaters, in dessen Kolonialwarengroßhandel Lohse auch mitarbeitete. Aber das Malen bestimmte weiter seine Freizeit. Die zweite Schaffensperiode, die bis 1939 anhielt, ist durch einen realistischeren Gebrauch der Farben gekennzeichnet. Das Spätwerk schließlich besticht durch bedeutende Porträts und Landschaften. Zu Lebzeiten blieb Carl Lohse nur wenig künstlerische Anerkennung vergönnt, vor allem von den vorherrschenden Regimen – zunächst dem faschistischen, später dem der DDR - wurde er diffamiert und angefeindet. Aber der „kompromissunfähige“ Lohse ging seinen künstlerischen Weg unbeirrt weiter. 1965 verstarb er in Bischofswerda, wo er auch beigesetzt ist. Fünfundzwanzig Jahre später – 1990 – gründete sich in der Stadt die „Interessengemeinschaft Carl Lohse“, mit deren Hilfe gegenüber dem ehemaligen Wohnhaus und Atelier des Malers – dem heutigen sog. Bischofssitz – 1993 eine Galerie ihm zu Ehren eingerichtet werden konnte. Ein Großteil seines Nachlasses ging als Schenkung in den Besitz der Stadt über. Eine Auswahl dieser Arbeiten ist in der ständigen Ausstellung zu sehen.