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  3. Carl-Lohse-Galerie

Carl-Lohse-Galerie

Aktuelle Information

Die Carl-Lohse-Galerie ist ab dem 16. Januar 2022 unter Einhaltung der 2G-Regel geöffnet. Eintritt haben nur geimpfte und genesene Gäste laut der Corona-Schutzverordnung. Wir bitten Sie, Ihre Nachweise bereitzuhalten. Wir sind zur Kontrolle verpflichtet. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Ihr Team der Carl-Lohse-Galerie

Dauerausstellung: "Lohse. Restauriert."

In den Räumen der Dauerausstellung von Carl Lohse zeigt die Stadt Bischofswerda seit April 2021 die Ausstellung „Lohse. Restauriert.“. Zu sehen sind Werke, die in 2020 durch die Förderung des Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien restauriert worden.
Die Ausstellung sollte bereits im November 2020 eröffnet werden und den krönenden Abschluss des Jubiläumsjahres von Carl Lohse darstellen. Denn es jährte sich zum 55. Mal sein Todestag und zum 125. Mal sein Geburtstag.

Rundgang Carl-Lohse-Galerie

"Farbenreise" – Silvio Fritzsche

Neue Wechselausstellung:
16. Januar bis 6. März 2022

Unter dem Titel „Farbenreise“ stellt ab dem 16. Januar 2022 Silvio Fritzsche in der Carl-Lohse-Galerie aus.
Der Bischofswerdaer Künstler zeigt rund 40 Werke, vor allem Stadtansichten und Landschaften, die dem Titel seiner Schau nur gerecht werden.

Schon zu Schulzeiten besuchte Silvio Fritzsche den Kunstkurs „Kreativ im Keller“. Dort erhielt er bei Bernd Warnatzsch, einem Bischofswerdaer Kunsterzieher und Maler, das entsprechende Rüstzeug für seine künstlerische Tätigkeit. Ernsthaft betreibt er die Malerei aber erst seit etwa dem Jahr 2009. Gemeinsam mit Doreen Schöngart stellte der 39-jährige, gelernte Verkäufer erstmals 2014 in der Carl-Lohse-Galerie aus. Drei Jahre später, nachdem er sein eigenes Atelier bezogen hatte, folgte seine erste eigene Ausstellung mit dem Titel „Abstraktes und Landschaft“ in der Bischofswerdaer Galerie. Dem gingen Ausstellungen in Rammenau und im Restaurant „Kastenmeiers“ in Dresden nach. An der sachsenweiten Aktion „KUNST:offen“ beteiligt sich Silvio Fritzsche ebenfalls jedes Jahr.

Eine Vernissage wird nicht stattfinden. Wenn es die Verordnungen erlauben, ist eine Finissage im März geplant.

Wer war Carl Lohse?

Der gebürtige Hamburger Carl Lohse (1895-1965) kam nach dem Ende des Ersten Weltkrieges auf die Einladung des Armaturenfabrikanten Karl Hebenstreit erstmals nach Bischofswerda. Im Hause des Kolonialwarengroßhändlers Alfred Scheumann, dessen Tochter Johanna Lohse 1925 auch heiratete, fand der junge Maler ideale Arbeitsbedingungen. Im Kreise der Dresdner Künstlerfreunde, darunter Erich Ponto, Ludwig Renn, Hildebrand Gurlitt, Erna Lincke und Hans Christoph, die im Scheumannschen Haus ein- und ausgingen, fühlte er sich respektiert und in seinem expressionistischen Schaffen bestärkt. In der Folge entstand sein starkfarbiges Frühwerk, das heute zu den bedeutendsten Schöpfungen des deutschen Expressionismus nach dem Ersten Weltkrieg zählt. Ausstellungen in den Dresdner Galerien Arnold (1920) und Richter (1921) wurden von der Kritikern gelobt, sie brachten jedoch nicht die erhofften Verkaufserfolge, was Lohse zwang für einige Jahre nach Hamburg zurückzukehren. 1929 zog er mit seiner Frau endgültig nach Bischofswerda; in das Haus seines Schwiegervaters, in dessen Kolonialwarengroßhandel Lohse auch mitarbeitete. Aber das Malen bestimmte weiter seine Freizeit. Die zweite Schaffensperiode, die bis 1939 anhielt, ist durch einen realistischeren Gebrauch der Farben gekennzeichnet. Das Spätwerk schließlich besticht durch bedeutende Porträts und Landschaften. Zu Lebzeiten blieb Carl Lohse nur wenig künstlerische Anerkennung vergönnt, vor allem von den vorherrschenden Regimen – zunächst dem faschistischen, später dem der DDR - wurde er diffamiert und angefeindet. Aber der „kompromissunfähige“ Lohse ging seinen künstlerischen Weg unbeirrt weiter. 1965 verstarb er in Bischofswerda, wo er auch beigesetzt ist. Fünfundzwanzig Jahre später – 1990 – gründete sich in der Stadt die „Interessengemeinschaft Carl Lohse“, mit deren Hilfe gegenüber dem ehemaligen Wohnhaus und Atelier des Malers – dem heutigen sog. Bischofssitz – 1993 eine Galerie ihm zu Ehren eingerichtet werden konnte. Ein Großteil seines Nachlasses ging als Schenkung in den Besitz der Stadt über. Eine Auswahl dieser Arbeiten ist in der ständigen Ausstellung zu sehen.