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Carl-Lohse-Galerie

Dauerausstellung: "Lohse. Restauriert."

In den Räumen der Dauerausstellung von Carl Lohse zeigt die Stadt Bischofswerda seit April 2021 die Ausstellung „Lohse. Restauriert.“. Zu sehen sind Werke, die in 2020 durch die Förderung des Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien restauriert worden.

Neue Dauersausstellung ab 26. August 2022: "Streifzüge"

Die Carl-Lohse-Galerie stellt eine neue Dauerausstellung des namensgebenden Künstlers zur Schau. Unter dem Titel "Streifzüge" zeigen die Zeichnungen und Öl-Gemälde vor allem Landschaften.

Die Vernissage findet am Freitag, den 26. August 2022, um 19 Uhr in der Carl-Lohse-Galerie statt. Parallel dazu wird die Jubiäumsausstellung von Rosso H. Majores eröffnet.

Rundgang Carl-Lohse-Galerie

Rosso H. Majores: Jubiläumsausstellung anlässlich seines 111. Geburtstages

Neue Wechselausstellung: 26. August bis 16. Oktober 2022

Anlässlich seines 111. Geburtstags widmet die Carl-Lohse-Galerie Bischofswerda dem Maler, Grafiker und Lehrenden Rosso H. Majores eine Ausstellung.

Rosso H. Majores war kein Bischofswerdaer. Weder ist er hier geboren oder aufgewachsen noch verbrachte er deutlich viel Lebenszeit in der Stadt. Allein zum Lehren kam er ab 1952 regelmäßig und über viele Jahre hinweg nach Bischofswerda. Als Leiter des Mal- und Zeichenzirkels im Kulturhaus hat er einen unschätzbar großen Anteil an dem künstlerischen Schaffen in der Stadt. Bis heute tragen sein Einfluss und seine künstlerischen Maßstäbe Früchte im hiesigen Kunstschaffen. Unter seinen Schülern reihen sich bekannte Bischofswerdaer Namen wie Siegfried Hedusch, Hellmuth Tischer, Johannes Haase, Bernd Warnatzsch, Falk Nützsche, Rolf Werstler, Knut van der Vinzburg und Jens Hackel.

Die Vernissage findet am Freitag, den 26. August 2022, um 19 Uhr statt.

Wer war Carl Lohse?

Der gebürtige Hamburger Carl Lohse (1895-1965) kam nach dem Ende des Ersten Weltkrieges auf die Einladung des Armaturenfabrikanten Karl Hebenstreit erstmals nach Bischofswerda. Im Hause des Kolonialwarengroßhändlers Alfred Scheumann, dessen Tochter Johanna Lohse 1925 auch heiratete, fand der junge Maler ideale Arbeitsbedingungen. Im Kreise der Dresdner Künstlerfreunde, darunter Erich Ponto, Ludwig Renn, Hildebrand Gurlitt, Erna Lincke und Hans Christoph, die im Scheumannschen Haus ein- und ausgingen, fühlte er sich respektiert und in seinem expressionistischen Schaffen bestärkt. In der Folge entstand sein starkfarbiges Frühwerk, das heute zu den bedeutendsten Schöpfungen des deutschen Expressionismus nach dem Ersten Weltkrieg zählt. Ausstellungen in den Dresdner Galerien Arnold (1920) und Richter (1921) wurden von der Kritikern gelobt, sie brachten jedoch nicht die erhofften Verkaufserfolge, was Lohse zwang für einige Jahre nach Hamburg zurückzukehren. 1929 zog er mit seiner Frau endgültig nach Bischofswerda; in das Haus seines Schwiegervaters, in dessen Kolonialwarengroßhandel Lohse auch mitarbeitete. Aber das Malen bestimmte weiter seine Freizeit. Die zweite Schaffensperiode, die bis 1939 anhielt, ist durch einen realistischeren Gebrauch der Farben gekennzeichnet. Das Spätwerk schließlich besticht durch bedeutende Porträts und Landschaften. Zu Lebzeiten blieb Carl Lohse nur wenig künstlerische Anerkennung vergönnt, vor allem von den vorherrschenden Regimen – zunächst dem faschistischen, später dem der DDR - wurde er diffamiert und angefeindet. Aber der „kompromissunfähige“ Lohse ging seinen künstlerischen Weg unbeirrt weiter. 1965 verstarb er in Bischofswerda, wo er auch beigesetzt ist. Fünfundzwanzig Jahre später – 1990 – gründete sich in der Stadt die „Interessengemeinschaft Carl Lohse“, mit deren Hilfe gegenüber dem ehemaligen Wohnhaus und Atelier des Malers – dem heutigen sog. Bischofssitz – 1993 eine Galerie ihm zu Ehren eingerichtet werden konnte. Ein Großteil seines Nachlasses ging als Schenkung in den Besitz der Stadt über. Eine Auswahl dieser Arbeiten ist in der ständigen Ausstellung zu sehen.