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Carl-Lohse-Galerie

Aufgrund von Umbauarbeiten zur kommenden Wechselausstellung bleib die Galerie bis einschließlich Freitag, den 18.10.2019 geschlossen. Die Werkschau der 11. Kunstauktion der Stiftung für Kunst und Kultur in der Oberlausitz kann weiterhin besichtigt werden. 

 

 

Wer war Carl Lohse?

Der gebürtige Hamburger Carl Lohse (1895-1965) kam nach dem Ende des Ersten Weltkrieges auf die Einladung des Armaturenfabrikanten Karl Hebenstreit erstmals nach Bischofswerda. Im Hause des Kolonialwarengroßhändlers Alfred Scheumann, dessen Tochter Johanna Lohse 1925 auch heiratete, fand der junge Maler ideale Arbeitsbedingungen. Im Kreise der Dresdner Künstlerfreunde, darunter Erich Ponto, Ludwig Renn, Hildebrand Gurlitt, Erna Lincke und Hans Christoph, die im Scheumannschen Haus ein- und ausgingen, fühlte er sich respektiert und in seinem expressionistischen Schaffen bestärkt. In der Folge entstand sein starkfarbiges Frühwerk, das heute zu den bedeutendsten Schöpfungen des deutschen Expressionismus nach dem Ersten Weltkrieg zählt. Ausstellungen in den Dresdner Galerien Arnold (1920) und Richter (1921) wurden von der Kritikern gelobt, sie brachten jedoch nicht die erhofften Verkaufserfolge, was Lohse zwang für einige Jahre nach Hamburg zurückzukehren. 1929 zog er mit seiner Frau endgültig nach Bischofswerda; in das Haus seines Schwiegervaters, in dessen Kolonialwarengroßhandel Lohse auch mitarbeitete. Aber das Malen bestimmte weiter seine Freizeit. Die zweite Schaffensperiode, die bis 1939 anhielt, ist durch einen realistischeren Gebrauch der Farben gekennzeichnet. Das Spätwerk schließlich besticht durch bedeutende Porträts und Landschaften. Zu Lebzeiten blieb Carl Lohse nur wenig künstlerische Anerkennung vergönnt, vor allem von den vorherrschenden Regimen – zunächst dem faschistischen, später dem der DDR - wurde er diffamiert und angefeindet. Aber der „kompromissunfähige“ Lohse ging seinen künstlerischen Weg unbeirrt weiter. 1965 verstarb er in Bischofswerda, wo er auch beigesetzt ist. Fünfundzwanzig Jahre später – 1990 – gründete sich in der Stadt die „Interessengemeinschaft Carl Lohse“, mit deren Hilfe gegenüber dem ehemaligen Wohnhaus und Atelier des Malers – dem heutigen sog. Bischofssitz – 1993 eine Galerie ihm zu Ehren eingerichtet werden konnte. Ein Großteil seines Nachlasses ging als Schenkung in den Besitz der Stadt über. Eine Auswahl dieser Arbeiten ist in der ständigen Ausstellung zu sehen.

Sonderausstellung: "Fotografie: Emotion & Lyrik" von Haiko Spottke & Beatrix Beyer

Zeitraum: 18. Oktober - 15. Dezember 2019

„Fotografie – Emotion und Lyrik“ – unter dieser Überschrift stellen sich die Macher von oberlausitz-art.de ab Freitag, dem 18. Oktober 2019, 19 Uhr, in der Carl-Lohse- Galerie, Dresdener Straße 1, vor. Nach der Vernissage ist die Ausstellung bis zum Freitag, dem 15. Dezember 2019, zu den Öffnungszeiten der Galerie zu sehen.

Ihre gemeinsame Leidenschaft für die Fotografie brachte sie zusammen: Beatrix Beyer und Haiko Spottke. Die selbständige Webdesignerin und Fotografin ist ebenso wie der gelernte Maschinenbauer Autodidakt. Ihre Fotografie-Leidenschaft wurde durch eine Kamera geweckt, welche sie als Kind von ihrem Vater bekam. Mittlerweile sind aus den ersten Versuchen der Großharthauerin ausdrucksstarke Fotografien geworden – mit emotionalem Hintergrund, voller Farben aber auch mit dem Spiel von Licht und Schatten. Seit ihrem Einstieg in die digitale Fotografie experimentiert Beatrix Bayer mit verschiedenen Einstellungen, verwirft, bearbeitet, erfindet sich immer wieder neu. Diese Handschrift findet sich dann auch in ihrer Arbeit wieder. Mit Ideenreichtum, Einfühlungsvermögen und handwerklichem Können bringt sie sich als Webdesignerin für ihre Kunden ein.

Mit der gleichen Leidenschaft ist auch der Wilthener Haiko Spottke mit seiner Kamera unterwegs. Alles begann mit einer Pouva Start. Keine Katze, kein Familienmitglied war vor einer Ablichtung sicher. Die Zeit der fehlenden Beine und Köpfe ist nun aber schon lange Geschichte. Seine Fotografien, Portraits und Landschaften versuchen immer das Besondere, Tiefgründige, Leidenschaftliche festzuhalten. Viele seiner Werke versieht er mit eigenen Texten und versucht somit den Betrachter näher an und in seine Fotografien zu führen. Eigene Interpretationen sind dabei gewünscht.

Die Liebe zur Fotografie, die Liebe zur Kunst hat schließlich Beatrix Beyer und Haiko Spottke veranlasst, eine Onlineplattform für Künstler der Oberlausitz ins Leben zu rufen: oberlausitz-art.de Hier wird Kunstbegeisterten die Möglichkeit gegeben, sich zu profilieren und eigene Werke hochzuladen, Events anzuzeigen und Blogs zu verfassen. Eine Website für Kunst und künstlerischen Meinungsaustausch für und mit Künstlern der Oberlausitz.

www.oberlausitz-art.de

Vernissage 18. Oktober 2019 l 19 Uhr l Carl-Lohse-Galerie Bischofswerda

Grußwort: Robert Geburek
Laudatio: Ines Beyer
Musik: Ines Beyer & co.

Bild: ©Haiko Spottke