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Aus Bischofswerda
Oberbürgermeister Holm Große (rechts) und SAKD-Direktor Thomas Berndt, der die Anstalt seit Oktober 2024 leitet, bei der Mietvertragsunterzeichnung inmitten der KKB-Baustelle.

SAKD unterschreibt Mietvertrag für das Kommunal- und Kulturzentrum

Das Großprojekt nimmt weiter Formen an: Das zukünftige Kommunal- und Kulturzentrum (KKB) im ehemaligen Kreiskulturhaus hat einen seiner wichtigsten Ankermieter sicher. Die Stadt Bischofswerda, vertreten durch Oberbürgermeister Prof. Dr. Holm Große, und die Sächsische Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung (SAKD), vertreten durch Direktor Thomas Berndt, haben feierlich den Mietvertrag für die neuen Räumlichkeiten unterzeichnet.

Wenn der Einzug – wie derzeit geplant – im Juli 2027 stattfindet, wird die SAKD rund 700 Quadratmeter hochmoderne Bürofläche im sanierten Traditionsbau beziehen. Damit verkleinert sich die Institution rein flächenmäßig im Vergleich zu den bisherigen 1.000 Quadratmetern am alten Standort in der Bischofstraße 18, stellt sich dafür aber wesentlich effizienter und zeitgemäßer auf.

Ein Bekenntnis zum Standort und zur Wirtschaftlichkeit

Für die SAKD ist der Umzug ein strategisch wichtiger Schritt. Direktor Thomas Berndt zeigte sich bei der Vertragsunterzeichnung hochzufrieden und betonte die Vorzüge des neuen Domizils: „Der Einzug in das KKB ist ein meilensteinartiger Schritt für die Zukunft unserer Institution. Mit der Neuanmietung der modernen Büroflächen schaffen wir nicht nur zeitgemäße und attraktive Arbeitsplatzbedingungen für unser Haus, sondern stellen uns auch wirtschaftlich optimal auf. Die neuen Räumlichkeiten ermöglichen uns spürbare Kosteneinsparungen gegenüber dem aktuellen Standort. Gleichzeitig ist dieser Mietvertrag ein klares und langfristiges Bekenntnis zum Standort Bischofswerda. Wir freuen uns sehr darauf, unsere erfolgreiche Arbeit in diesem geschichtsträchtigen, neu belebten Umfeld fortzusetzen und danken der Stadt Bischofswerda für die hervorragende und zukunftsorientierte Partnerschaft.“

Oberbürgermeister betont Strahlkraft des Projekts

Auch für die Stadt Bischofswerda ist die langfristige Bindung der SAKD ein Grund zur Freude. Oberbürgermeister Prof. Dr. Holm Große ordnete die Vertragsunterzeichnung in den größeren städtebaulichen Kontext ein: „Dass die SAKD als hochspezialisierter IT-Dienstleister für ganz Sachsen unserer Stadt seit 1994 die Treue hält, ist ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort Bischofswerda und ein großer Vertrauensbeweis. Mit dem Einzug der SAKD in das KKB sichern wir wertvolle, zukunftsorientierte Arbeitsplätze direkt vor unserer Haustür. Gleichzeitig zeigt dieser Schritt, warum das KKB für unsere gesamte Stadt so unverzichtbar ist: Wir retten nicht nur eine historische Hülle, sondern erschaffen das neue, pulsierende Herz von Bischofswerda. Hier werden künftig modernste Verwaltung, Bildung, Kultur und gesellschaftliche Begegnung unter einem Dach vereint – ein Leuchtturmprojekt, das unsere Stadt für Generationen prägen wird.“

Das KKB: Baustelle mit Zukunft

Derzeit laufen die umfangreichen Bauarbeiten am ehemaligen Kreiskulturhaus auf Hochtouren. Die Transformation des historischen Gebäudes zum modernen Kommunal- und Kulturzentrum ist eines der größten und ambitioniertesten Bauprojekte in der jüngeren Geschichte der Stadt. Finanziert wird das 30-Millionen-Euro-Projekt maßgeblich durch umfangreiche Fördermittel, insbesondere aus den Töpfen des Strukturwandels, die den Kohleausstieg in der Region abfedern sollen. Ohne diese massive finanzielle Unterstützung von Bund und Land – mit einem Fördermittelanteil von 95 Prozent – wäre ein Projekt dieser Größenordnung für die Stadt Bischofswerda kaum zu stemmen.

Ab 2027 soll das KKB dann mit Leben gefüllt werden. Neben der SAKD als gewerblichem Mieter sind weitere wichtige öffentliche und kulturelle Einrichtungen als künftige Nutzer fest eingeplant. Dazu gehören unter anderem das Bauamt, das Familien- und Ordnungsamt, der Innenstadthort, die Stadtbibliothek und das Stadtarchiv. Der Große Saal des Hauses soll für professionelle Veranstalter zur Verfügung stehen, aber unter anderem auch für die rege Vereinslandschaft der Stadt. Das KKB wird somit zu einem echten Bürgerhaus.

Hintergrund: Die SAKD in Bischofswerda

Die Sächsische Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung (SAKD) ist ein zentraler Akteur im Hintergrund der sächsischen Kommunalverwaltungen. Hier die wichtigsten Fakten im Überblick:

In Bischofswerda verwurzelt: Seit ihrer Gründung im Jahr 1994 hat die SAKD ihren festen Sitz in der Stadt und bleibt der Region somit langfristig als verlässlicher Arbeitgeber erhalten.

Das Team vor Ort: Aktuell beschäftigt die Einrichtung 29 Mitarbeitende.

Aufgabenschwerpunkte: Als zentraler Dienstleister unterstützt die SAKD sächsische Städte und Gemeinden bei der digitalen Transformation. Zu den Kernaufgaben gehören:

  • der Betrieb des Sächsischen Melderegisters sowie die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG)
  • die fachliche Beratung und der technische Betrieb der Leitstelle für das elektronische Kommunalarchiv („elKA“)
  • die gesetzliche Verfahrensprüfung von IT-Fachverfahren für das kommunale Finanzwesen
  • die zentrale Unterstützung der Kommunen bei IT-Infrastruktur- und Verwaltungsaufgaben

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