Gregor Jockwitz für „Schiebock des Jahres 2025“ geehrt

Am Donnerstag, dem 7. Mai 2026, wurde die Auszeichnung „Schiebock des Jahres 2025“ verliehen. Preisträger ist Gregor Jockwitz, der die Ehrung im Garten der katholischen Gemeinde St. Benno entgegennahm.
Der gelernte Tischler engagiert sich seit Jahren mit großem handwerklichen Geschick und kreativen Ideen für die Pflege und Weiterentwicklung der Schiebock-Tradition. Allein im Jahr 2024 fertigte der 71-Jährige drei Schieböcke: einen für die katholische Kirche, einen für sein eigenes Wohnhaus an der Bautzener Straße sowie einen weiteren für einen Bekannten.
Besonders hervorgehoben wurde der Schiebock für die Kirche: Dieser war bereits im Dezember 2024 Teil der Weihnachtskrippe und wurde Anfang 2025 vor der Kirche aufgestellt. Dort wurde er – ebenso wie das Exemplar vor Jockwitz’ Haus – regelmäßig und abwechslungsreich dekoriert. Auch im Tierpark ist Jockwitz aktiv: Für den dortigen Schiebock fertigte er einen neuen Blumenkasten.
Sein Engagement setzt sich fort: Für die bevorstehende 800-Jahrfeier plant Jockwitz einen weiteren Schiebock, der beim Festumzug im Bild der „Junggesellenfraternität“ mitrollen soll.
Die Auszeichnung „Schiebock des Jahres“ hat seit 2017 Tradition – die AG Schiebock sucht seit der 790-Jahrfeier der Stadt originelle Exponate. Der neu ausgezeichnete Schiebock reiht sich ein in eine Vielzahl kreativer und engagierter Projekte der vergangenen Jahre. So wurde beispielsweise 2019 in Schönbrunn ein Infotafel-Gestell in Schiebock-Form ausgezeichnet. 2020 erhielt die Stadt-Apotheke am Altmarkt die Prämierung für die gelungene Verbindung von Zunftzeichen und Schiebock. Weitere prämierte Beiträge waren unter anderem Wandmalereien, die Hausnummern mit dem Schiebockmotiv verbinden, ein Theaterstück sowie im vergangenen Jahr der restaurierte Schiebock der Männerwerkstatt des Pflegeheims „Am Belmsdorfer Berg“.
Auch künftig sind Ideen gefragt: Stetig werden neue Schieböcke – in welcher Form auch immer – gesucht und sind im Stadtbild ausdrücklich willkommen. Die Auszeichnung wird jährlich vergeben und lebt vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger, die die Tradition immer wieder neu interpretieren und weitertragen. Mit Gregor Jockwitz wird ein Preisträger geehrt, der diese Idee in besonderer Weise mit Leben füllt.