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Carl-Lohse-Galerie

Aktuelle Information

Um das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu minimieren, bleibt die Carl-Lohse-Galerie bis auf Widerruf geschlossen.
Auch die Ausstellungen anlässlich des Jubiläums 125. Geburtstag und 55. Todestag des Künstlers Carl Lohse wird verschoben. Neuer Termin: 4. September bis 25. Oktober 2020.

Wer war Carl Lohse?

Der gebürtige Hamburger Carl Lohse (1895-1965) kam nach dem Ende des Ersten Weltkrieges auf die Einladung des Armaturenfabrikanten Karl Hebenstreit erstmals nach Bischofswerda. Im Hause des Kolonialwarengroßhändlers Alfred Scheumann, dessen Tochter Johanna Lohse 1925 auch heiratete, fand der junge Maler ideale Arbeitsbedingungen. Im Kreise der Dresdner Künstlerfreunde, darunter Erich Ponto, Ludwig Renn, Hildebrand Gurlitt, Erna Lincke und Hans Christoph, die im Scheumannschen Haus ein- und ausgingen, fühlte er sich respektiert und in seinem expressionistischen Schaffen bestärkt. In der Folge entstand sein starkfarbiges Frühwerk, das heute zu den bedeutendsten Schöpfungen des deutschen Expressionismus nach dem Ersten Weltkrieg zählt. Ausstellungen in den Dresdner Galerien Arnold (1920) und Richter (1921) wurden von der Kritikern gelobt, sie brachten jedoch nicht die erhofften Verkaufserfolge, was Lohse zwang für einige Jahre nach Hamburg zurückzukehren. 1929 zog er mit seiner Frau endgültig nach Bischofswerda; in das Haus seines Schwiegervaters, in dessen Kolonialwarengroßhandel Lohse auch mitarbeitete. Aber das Malen bestimmte weiter seine Freizeit. Die zweite Schaffensperiode, die bis 1939 anhielt, ist durch einen realistischeren Gebrauch der Farben gekennzeichnet. Das Spätwerk schließlich besticht durch bedeutende Porträts und Landschaften. Zu Lebzeiten blieb Carl Lohse nur wenig künstlerische Anerkennung vergönnt, vor allem von den vorherrschenden Regimen – zunächst dem faschistischen, später dem der DDR - wurde er diffamiert und angefeindet. Aber der „kompromissunfähige“ Lohse ging seinen künstlerischen Weg unbeirrt weiter. 1965 verstarb er in Bischofswerda, wo er auch beigesetzt ist. Fünfundzwanzig Jahre später – 1990 – gründete sich in der Stadt die „Interessengemeinschaft Carl Lohse“, mit deren Hilfe gegenüber dem ehemaligen Wohnhaus und Atelier des Malers – dem heutigen sog. Bischofssitz – 1993 eine Galerie ihm zu Ehren eingerichtet werden konnte. Ein Großteil seines Nachlasses ging als Schenkung in den Besitz der Stadt über. Eine Auswahl dieser Arbeiten ist in der ständigen Ausstellung zu sehen.

Sonderausstellung: "Im Jenseits von Raum und Zeit - Im Diesseits von Farbe und Licht" von Knut van der Vinzburg

Zeitraum: 6. März - 5. Juli 2020 (verlängert)


Schon in seiner Kindheit begann Knut van der Vinzburg die Malerei zu entdecken (ab 12 Jahren, Zeichenunterricht bei Rosso Majores), und im Laufe der Zeit als Ausdrucksmittel seiner Träume, Emotionen und Phantasien zu verwenden.

Mit seinen vorwiegend surrealistischen & impressionistischen Werken möchte er den Betrachter auf Dinge aufmerksam machen, zum Nachdenken anregen und mit "unmöglichen Räumen" die Augen verführen.

Durch seine berufliche Tätigkeit als Kunstschmiedemeister und Metallgestalter, entwickelte sich in den vergangenen Jahren bei seinen Ausstellungen eine interessante Verbindung zwischen der Malerei und Skulpturen aus Stahl – Holz oder Bronze. Diese Kombination hat unter anderem in Berlin, Lauda - Königshofen, München, Hamburg, Braunschweig und Dresden für sehr große Resonanz gesorgt.

Es werden viele Neue , in den letzten 3 - 4 Jahren entstandene Werke sowie aus aktuellem Anlass, eine kleine Auswahl von früheren Arbeiten zu sehen sein.

www.DerKunstschmied.de
www.mal-kunst.de

 

Vernissage 6. März 2020 l 19 Uhr l Carl-Lohse-Galerie Bischofswerda

Grußwort: Oberbürgermeister Prof. Dr. Holm Große
Laudatio: Eckhard Häusgen
Musik: Stefan Vinzberg ( Komponist, Sänger & Pianist)
www.stefanvinzberg.de

Bilder:
Baum im Mondschein ©Knut van der Vinzburg
Blaues Wunder ©Knut van der Vinzburg