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Carl-Lohse-Galerie

Dauersausstellung Carl Lohse "Unter vier Augen"

Im Rahmen der Feierstunde anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Carl-Lohse-Galerie wurde am 10. September 2023 die eine Dauerausstellung  eröffnet.

Unter dem Titel "Unter vier Augen" zeigen die Zeichnungen und Öl-Gemälde des namensgebenden Künstlers ausschließlich Portraits von Familienmitgliedern, Freunden, Bekannten aber auch Fremden.

Auch die Plastiken seiner Töchter und von sich selbst sind weiterhin zu sehen sowie die des Kugelstoßers.

Neue Wechselausstellung vom 13. Januar bis 3. März 2024

Kerstin Lüdtke: „Lichtmomente“

Unter dem Titel „Lichtmomente“ ist vom 13. Januar bis 3. März 2024 die Ausstellung von Kerstin Lüdtke in den Räumen der Carl-Lohse-Galerie zu sehen.

Die in Dresden lebende Künstlerin präsentiert überwiegend Pastelle, auch Aquarelle und einige Collagen. Ihre Motive reichen von Meeres- und Winterlandschaften bis zum Stillleben. Mit zarten Zwischentönen bewegt sie sich dabei realistisch bis abstrakt im Spannungsfeld von inspirierender Ferne und dem vertrauten Heimatlichen. In ihren Bildern formen sich Natur, Licht, Verwehungen, Andeutungen und Schatten zu Landschaften mit Moment-Kraft. Neben jener Augenblicklichkeit findet Kerstin Lüdtke aber auch zur bildnerischen Auseinandersetzung mit den Themen Migration und Klimawandel.

Geboren 1968 in Radeberg, aufgewachsen in Brandenburg und Sachsen, verbrachte Kerstin Lüdtke die Schul- und Ausbildungszeit in Bischofswerda. Sie studierte Betriebswirtschaft in Dresden. Vor mehr als 30 Jahren begann sie zu zeichnen und zu malen; Mitte der 1990er Jahre besuchte sie die Abendakademie der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Dem autodidaktisch weiterführenden Erarbeiten von Maltechniken – als Prozess im eigenen Rhythmus – folgten ab 2008 Weiterbildungen im Dialog mit Kunstmalern.

Kerstin Lüdtke war an Ausstellungen in Ludwigshafen, Berlin, Halle (Saale), und Bad Salzuflen beteiligt. Zwei ihrer Pastellbilder wurden in den Jahren 2018 und 2020 für die Bundeskunstausstellung der Stiftungsfamilie Bahn-Sozialwerk nominiert. Im Frühjahr 2021 folgte die Teilnahme an der virtuellen Ausstellung „KreAKTIV gegen Corona“ mit der Collage „Der Lautenist“/Ohne Kunst wird es still. Diese Arbeit entstand in Erinnerung an den 2020 verstorbenen Bischofswerdaer Musiker Wolfgang Meyer. Ihre erste Einzelausstellung hatte die Malerin 2021 in Bad Elster.

Die Vernissage findet am Samstag, 13. Januar 2024, um 14 Uhr statt.

Wer war Carl Lohse?

Der gebürtige Hamburger Carl Lohse (1895-1965) kam nach dem Ende des Ersten Weltkrieges auf die Einladung des Armaturenfabrikanten Karl Hebenstreit erstmals nach Bischofswerda. Im Hause des Kolonialwarengroßhändlers Alfred Scheumann, dessen Tochter Johanna Lohse 1925 auch heiratete, fand der junge Maler ideale Arbeitsbedingungen. Im Kreise der Dresdner Künstlerfreunde, darunter Erich Ponto, Ludwig Renn, Hildebrand Gurlitt, Erna Lincke und Hans Christoph, die im Scheumannschen Haus ein- und ausgingen, fühlte er sich respektiert und in seinem expressionistischen Schaffen bestärkt. In der Folge entstand sein starkfarbiges Frühwerk, das heute zu den bedeutendsten Schöpfungen des deutschen Expressionismus nach dem Ersten Weltkrieg zählt. Ausstellungen in den Dresdner Galerien Arnold (1920) und Richter (1921) wurden von der Kritikern gelobt, sie brachten jedoch nicht die erhofften Verkaufserfolge, was Lohse zwang für einige Jahre nach Hamburg zurückzukehren. 1929 zog er mit seiner Frau endgültig nach Bischofswerda; in das Haus seines Schwiegervaters, in dessen Kolonialwarengroßhandel Lohse auch mitarbeitete. Aber das Malen bestimmte weiter seine Freizeit. Die zweite Schaffensperiode, die bis 1939 anhielt, ist durch einen realistischeren Gebrauch der Farben gekennzeichnet. Das Spätwerk schließlich besticht durch bedeutende Porträts und Landschaften. Zu Lebzeiten blieb Carl Lohse nur wenig künstlerische Anerkennung vergönnt, vor allem von den vorherrschenden Regimen – zunächst dem faschistischen, später dem der DDR - wurde er diffamiert und angefeindet. Aber der „kompromissunfähige“ Lohse ging seinen künstlerischen Weg unbeirrt weiter. 1965 verstarb er in Bischofswerda, wo er auch beigesetzt ist. Fünfundzwanzig Jahre später – 1990 – gründete sich in der Stadt die „Interessengemeinschaft Carl Lohse“, mit deren Hilfe gegenüber dem ehemaligen Wohnhaus und Atelier des Malers – dem heutigen sog. Bischofssitz – 1993 eine Galerie ihm zu Ehren eingerichtet werden konnte. Ein Großteil seines Nachlasses ging als Schenkung in den Besitz der Stadt über. Eine Auswahl dieser Arbeiten ist in der ständigen Ausstellung zu sehen.

Vergangene Dauerausstellung: "Lohse. Restauriert."

In den Räumen der Dauerausstellung von Carl Lohse zeigte die Stadt Bischofswerda von April 2021 bis August 2022 die Ausstellung „Lohse. Restauriert.“. Zu sehen waren Werke, die in 2020 durch die Förderung des Kulturraums Oberlausitz-Niederschlesien restauriert worden.

Nachfolgend können Sie sich die Ausstellung nochmals virtuell ansehen.

Rundgang Carl-Lohse-Galerie