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Carl-Lohse-Galerie

Aktuelle Information – Galerie wieder geöffnet

Ab sofort ist die Carl-Lohse-Galerie wieder zu den gewohnten Zeiten geöffnet und über den Eingang "Am Hof" zugänglich. Die Ausstellung von Knut van der Vinzburg wurde bis zum 5. Juli verlängert.

Beim Besuch der Ausstellungen sind folgende Hygieneregeln zu beachten: Mund-Nasen-Schutz tragen, Hände desinfizieren, Abstand halten.

Die Ausstellungen anlässlich des Jubiläums 125. Geburtstag und 55. Todestag des Künstlers Carl Lohse wurden verschoben. Neuer Termin: 4. September bis 25. Oktober 2020.

Jubiläumsjahr 2020

Zum 125. Mal jährt sich in diesem Jahr der Geburtstag Carl Lohses, zum 55. Mal sein Todestag, Grund genug für die Carl-Lohse-Galerie Bischofswerda ihren namensgebenden Künstler auf besondere Weise zu ehren. So werden vom 4. September bis 25. Oktober zwei Ausstellungen in der Galerie zu sehen sein. Gezeigt werden zum Einen Werke zum Thema Industriekultur und zum Anderen bisher unveröffentlichte Werke aus dem Privatbesitz der Enkel. Im Anschluss daran werden schließlich die frisch restaurierten Werke des Künstlers gezeigt.
Das Jubiläumsjahr wird gefördert durch den Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien.

Wer war Carl Lohse?

Der gebürtige Hamburger Carl Lohse (1895-1965) kam nach dem Ende des Ersten Weltkrieges auf die Einladung des Armaturenfabrikanten Karl Hebenstreit erstmals nach Bischofswerda. Im Hause des Kolonialwarengroßhändlers Alfred Scheumann, dessen Tochter Johanna Lohse 1925 auch heiratete, fand der junge Maler ideale Arbeitsbedingungen. Im Kreise der Dresdner Künstlerfreunde, darunter Erich Ponto, Ludwig Renn, Hildebrand Gurlitt, Erna Lincke und Hans Christoph, die im Scheumannschen Haus ein- und ausgingen, fühlte er sich respektiert und in seinem expressionistischen Schaffen bestärkt. In der Folge entstand sein starkfarbiges Frühwerk, das heute zu den bedeutendsten Schöpfungen des deutschen Expressionismus nach dem Ersten Weltkrieg zählt. Ausstellungen in den Dresdner Galerien Arnold (1920) und Richter (1921) wurden von der Kritikern gelobt, sie brachten jedoch nicht die erhofften Verkaufserfolge, was Lohse zwang für einige Jahre nach Hamburg zurückzukehren. 1929 zog er mit seiner Frau endgültig nach Bischofswerda; in das Haus seines Schwiegervaters, in dessen Kolonialwarengroßhandel Lohse auch mitarbeitete. Aber das Malen bestimmte weiter seine Freizeit. Die zweite Schaffensperiode, die bis 1939 anhielt, ist durch einen realistischeren Gebrauch der Farben gekennzeichnet. Das Spätwerk schließlich besticht durch bedeutende Porträts und Landschaften. Zu Lebzeiten blieb Carl Lohse nur wenig künstlerische Anerkennung vergönnt, vor allem von den vorherrschenden Regimen – zunächst dem faschistischen, später dem der DDR - wurde er diffamiert und angefeindet. Aber der „kompromissunfähige“ Lohse ging seinen künstlerischen Weg unbeirrt weiter. 1965 verstarb er in Bischofswerda, wo er auch beigesetzt ist. Fünfundzwanzig Jahre später – 1990 – gründete sich in der Stadt die „Interessengemeinschaft Carl Lohse“, mit deren Hilfe gegenüber dem ehemaligen Wohnhaus und Atelier des Malers – dem heutigen sog. Bischofssitz – 1993 eine Galerie ihm zu Ehren eingerichtet werden konnte. Ein Großteil seines Nachlasses ging als Schenkung in den Besitz der Stadt über. Eine Auswahl dieser Arbeiten ist in der ständigen Ausstellung zu sehen.

Sonderausstellung: "Im Jenseits von Raum und Zeit - Im Diesseits von Farbe und Licht" von Knut van der Vinzburg

Zeitraum: 6. März - 5. Juli 2020 (verlängert)


Schon in seiner Kindheit begann Knut van der Vinzburg die Malerei zu entdecken (ab 12 Jahren, Zeichenunterricht bei Rosso Majores), und im Laufe der Zeit als Ausdrucksmittel seiner Träume, Emotionen und Phantasien zu verwenden.

Mit seinen vorwiegend surrealistischen & impressionistischen Werken möchte er den Betrachter auf Dinge aufmerksam machen, zum Nachdenken anregen und mit "unmöglichen Räumen" die Augen verführen.

Durch seine berufliche Tätigkeit als Kunstschmiedemeister und Metallgestalter, entwickelte sich in den vergangenen Jahren bei seinen Ausstellungen eine interessante Verbindung zwischen der Malerei und Skulpturen aus Stahl – Holz oder Bronze. Diese Kombination hat unter anderem in Berlin, Lauda - Königshofen, München, Hamburg, Braunschweig und Dresden für sehr große Resonanz gesorgt.

Es werden viele Neue , in den letzten 3 - 4 Jahren entstandene Werke sowie aus aktuellem Anlass, eine kleine Auswahl von früheren Arbeiten zu sehen sein.

www.DerKunstschmied.de
www.mal-kunst.de

 

Vernissage 6. März 2020 l 19 Uhr l Carl-Lohse-Galerie Bischofswerda

Grußwort: Oberbürgermeister Prof. Dr. Holm Große
Laudatio: Eckhard Häusgen
Musik: Stefan Vinzberg ( Komponist, Sänger & Pianist)
www.stefanvinzberg.de

Bilder:
Baum im Mondschein ©Knut van der Vinzburg
Blaues Wunder ©Knut van der Vinzburg

Sonderausstellung: „Aquarelle & Pastelle aus der Oberlausitz“ von Dr. Matthias Trauzettel

Zeitraum: 10. Juli bis 30. August 2020

Unter dem Motto „Aquarelle & Pastelle aus der Oberlausitz “ sind, wie es der Titel bereits verrät, 42 Pastelle und Aquarelle der Oberlausitz des Burkauer Tierarztes und Künstlers Dr. Matthias Trauzettel zu sehen. Auf insgesamt 42 Bildern zeigt er Impressionen u.a. aus Bischofswerda, Bautzen, Rammenau und Burkau. Die Ausstellung ist nach ihrer Eröffnung bis 30. August zu sehen.

Der 1949 in Weimar geborene Vater von vier Kindern ist seit 1974 Tierarzt in Burkau tätig und kein Neuling in der Kunstszene. Ausstellungen in Dresden, Berlin, Pillnitz sowie in Bischofswerda und Umgebung belegen dies. Ausgebildet wurde Matthias Trauzettel von seinem Vater, einem Architekturprofessor, der ihm das Freihandzeichnen und elementare Gestalten beibrachte. Damit schuf er die Basis für die weitere künstlerische Entwicklung. Stets künstlerisch gefördert und gefordert wurde Matthias Trauzettel zunächst durch seine Linol- und Holzschnitte bekannt. Danach folgten Ausstellungen mit Pastellen und Aquarellen. Aber auch Buchillustrationen sind in der künstlerischen Laufbahn zu finden, wie zum Beispiel die 15-jährige Arbeit am „Oberlausitzer Hausbuch“ des bereits verstorbenen Herausgebers Dr. Frank Stübner vom Lusatia-Verlag.

Vernissage:

Freitag, dem 10. Juli 2020, 19 Uhr
Aufgrund der aktuellen Verordnungen ist die Ausstellungseröffnung nur für geladene Gäste. Alle Kunstinteressierten, die am Eröffnungsabend nicht kommen können, sind herzlich ab Sonntag, 12. Juli, eingeladen, sich die Ausstellung anzuschauen.