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Veranstaltung

Stolpersteine in der Bischofstraße

01.08.2015   |   12:00 Uhr
Ort:  Bischofstraße 15

„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, zitiert Gunter Demnig aus dem Talmud. Gunter Demnig ist deutscher Künstler. Bekannt wurde er durch sein Projekt der „Stolpersteine“. Seit über 20 Jahren verlegt er die 96 x 96 mm großen Gedenktafeln aus Messing, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Inzwischen liegen sie in über 500 deutschen und mehreren europäischen Städten.

Am Samstag, dem 1. August, wird Gunter Demnig nach Bischofswerda kommen, um auch hier die ersten Stolpersteine zu verlegen. Drei Stück werden es sein. Sie tragen die Namen Hella Hoffmann, Friderike Hoffmann und Samuel Hoffmann. Eingebracht werden sie um 12 Uhr auf dem Gehweg vor der Haustür Bischofstraße 15. Hella emigrierte bereits 1933 aus Sorge vor dem erstarkenden Nationalsozialismus nach Brasilien. Ihre Eltern Friderike und Samuel, die einen Textilwarenhandel in Bischofswerda besaßen, sollte sie nie wiedersehen. Sie wurden 1942 nach Theresienstadt abtransportiert. Mutter Friderike überlebt das Konzentrationslager nicht. Ihr Mann Samuel kann als erkrankter Häftling durch die Schweiz freigekauft werden.

Eingeladen wurde Gunter Demnig von Mathias Hüsni, Herausgeber des „Schiebocker Landstreichers“ und Mitglied des Museums- und Geschichtsvereins Bischofswerda e. V. Der Burkauer recherchiert schon länger zu den in Bischofswerda lebenden Jude