Inhalt:
  1. Bischofswerda.de
  2. Aktuell und Wissenswert
  3. Stadtgeschichte
  4. Schiebock

Schiebock

Schiebock auf dem Altmarkt als Wahrzeichen der Stadt Bischofswerda

Wer in der Oberlausitz „Schiebock” sagt, meint Bischofswerda. Wie kommt aber unser Städtchen zu einem solch eigenartigen Spitznamen; und welche Bedeutung hat dieser in der heutigen Zeit?

Ein Schiebock ist zunächst einmal ein schubkarrenähnliches einrädriges Gefährt, mit dem einst Bauern und Handwerker ihre Waren von Ort zu Ort fuhren. Sinnvollerweise wurden an Markttagen die Waren auch meist gleich direkt vom Schiebock herunter verkauft. Eine praktische Angelegenheit, die eigentlich auch heute noch genutzt wird. Allerdings werden die Waren nicht mehr mit dem Schiebock auf die Märkte gefahren - das Auto hat dem handlichen Karren längst den Rang abgelaufen: Bäcker, Fleischer, Fischhändler usw. verkaufen ihre Waren vom Auto herab, mit dem sie sie vorher auf den Markt „gekarrt” haben.

Wie entstand aber nun die Verbindung von Bischofswerda zum Schiebock? Wie so oft in der Historie schweigen sich die Geschichtsschreiber und Literaten über dieses Thema aus. Daher gibt es nur Vermutungen über die Entstehungsgeschichte des Bischofswerdaer Beinamens „Schiebock”.

Die Sage behauptet, dass im Mittelalter, als die Pest in der Stadt wütete, keiner der Bauern der umliegenden Dörfer sich in die Stadt traute, um Lebensmittel dorthin zu bringen. Daher entschloss man sich, die Übergabe von Butter, Milch und Getreide an die Bischofswerdaer vor den Toren der Stadt auf dem nördlich gelegenen Butterberg (dessen Name auch aus dieser Zeit stammen soll) vorzunehmen. Die Bauern brachten ihre Waren per Schiebock dorthin, die Städter holten sie sich per Schiebock dort ab. So wurde die Verbreitung der Krankheit verhindert und die Stadt hatte